Freitag , 20. September 2019
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Gewinnspiel auf Zauber des Nordens
Gewinnspiel auf Zauber des Nordens

Gewinner des Gewinnspiels – Eure Gründe, Island zu lieben

Es ist so soweit. Aus den überwältigend vielen Zuschriften habe ich die fünf Gewinner gewählt. Ich möchte mich an dieser Stelle aber bei allen Einsendern bedanken. Es war sehr inspirierend, Eure Gründe zu lesen, warum Ihr Island liebt. Die Gewinner sind:

Regina Versen
Lis Erbe
Tobias aus Plauen
Sabine Haas
Jacqueline Knöpfel

Die Gewinner sind bereits kontaktiert und erhalten in den nächsten Tagen ein signiertes Exemplar des Buches „111 Gründe, Island zu lieben“. Viel Spaß beim Lesen. Und für alle, die kein Glück hatten. Das Buch „111 Gründe, Island zu lieben“ ist für 9,99 Euro bei Amazon oder im lokalen Buchhandel erhältlich.

Aber das Beste zum Schluß. Hier sind die Gründe der Gewinner.

Reginas Grund:

Ich liebe Island, weil mich diese Insel noch viel mehr Achtung und Demut vor der Natur gelehrt hat. Sie IST stärker und der Mensch ihr unterlegen, vor allem, wenn er sie unterschätzt. Island hat mir gezeigt, wie klein, schwach und unbedeutend  sich zwei Mitteleuropäerinnen, die die oft ungestümen Gegebenheiten auf Island bis dato noch nicht kannten, fühlen können…  Und mich eines sehr viel Besseren belehrt.

Wir hatten letztes Jahr während unserer Islandumrundung Anfang Juni einen „freien“ Tag in Egilstaðir und beschlossen,  mal eben für ein paar Stunden einen kleinen Ausflug nach Bakkagerði zu machen. Uns hätte der Schneeregen während der Überquerung des Passes warnen sollen. Ganz geheuer war es uns keineswegs. So richtig liegen blieb der Schnee aber noch nicht und wir wollten doch so gern sehen, wo die Elfen wohnen. Und vor allem die Papageitaucher erleben! Das mulmige Gefühl wurde verdrängt, aus dem Schnee wurde wiederum Regen und wir verbrachten tolle Stunden in diesem kleinen Dorf fast am Ende der Welt. Die freundlichen Menschen dort und vor allem auch die Papageitaucher waren uns sehr wohlgesonnen. Dennoch brachen wir beizeiten wieder auf, denn der strömende Regen enthielt jetzt auch an der Küste zunehmend Schneeflocken. Wir tankten noch schnell beim kleinen Dorfladen und versuchten den Rückweg. Sehr weit kamen wir nicht, denn mit zunehmender Höhe zeigte sich der Pass jetzt tief verschneit. Unser gemieteter Toyota Auris namens Balður meinte, kein Schneepflug zu sein und weigerte sich, geradeaus zu fahren. Wir versuchten  es mit sanfter Gewalt – Balður drehte zunächst durch und dann gar nichts mehr, denn er ging einfach aus.  Menschen im Geländewagen, die aus der Gegenrichtung gekrochen kamen, erklärten uns, dass wir nicht weiterkommen würden. Aber wir wollten, mussten doch…

Nein, es hatte keinen Sinn. Ines Wendemanöver auf der schmalen Passstraße war eine Leistung. Wir schlichen zurück nach Bakkagerði und waren heilfroh, dem frühsommerlichen Schneechaos zunächst entronnen zu sein. Die Elfenkönigin schien zu kichern, schließlich wollte sie uns offensichtlich nicht so schnell wieder gehen lassen. Wir konsultierten wiederum den freundlichen Mann im Dorfladen, erzählten ihm, was passiert war. Er zeigte uns daraufhin auf seinem Computer die Vegagerðin-Seite (inzwischen ist sie auf Englisch hier zu finden: www.road.is), rief irgendwo an und teilte uns mit, dass die Passstrasse demnächst geräumt werden würde. „That’s Iceland“, lächelte er.

Wir fuhren zurück ins Café und strickten uns warm, kamen mit Einheimischen ins Gespräch und hörten immer wieder „That’s Iceland“. Mindestens halbstündlich sahen wir auf der Vegagerðin-Webseite nach, ob sich der Straßenzustand inzwischen gebessert hatte – nichts. Die Webcam zeigte Schnee, geräumt war nichts. Die Stunden vergingen, unsere Beklommenheit wuchs, während der Wind heulte und  den Schneeregen waagerecht durch Bakkagerði pustete. Wir beschlossen, die Nacht diesseits des Passes zu verbringen. Ich reservierte uns schnell online ein Zimmer, wir tranken unseren 17. Kaffee aus und enterten gegen Abend das Hotel. Und staunten an der Rezeption wiederum  nicht schlecht, denn vor uns stand grinsend der freundliche Mann aus dem Dorfladen, der uns daraufhin unser Zimmer zeigte und später auch das Abendessen servierte. Außerdem organisierte er uns noch das Handy-Ladekabel seines Chefs, denn so etwas hatten wir nicht dabei.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück zeigte uns die Straßen-Webseite dann einen geräumten Pass – also nichts wie los. Die Überquerung der Berge zwischen Bakkagerði und Egilsstaðir gestaltete sich sehr schwierig, denn die Straße war noch immer unglaublich glatt.  Balður quälte sich und unsere Nerven lagen blank, aber wir haben es mit Hängen und Würgen geschafft.

Dieser kleine Ausflug, aus dem ein 26-Stunden-Trip mit einer zusätzlichen Übernachtung im abgelegenen Dorf der Elfenkönige wurde, hat uns viel gelehrt: Mulmige Gefühle sind dazu da, auf sie zu hören und umzukehren. Frühsommer in Island kann durchaus auch Schneechaos auf „erlaubten“ Straßen bedeuten. Daher am besten vor jeder Fahrt www.road.is besuchen. (Dieser Tip stand zwar im Reiseführer, aber … nun ja). Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Isländer ist unglaublich. Wir Menschen sind der Natur unterlegen – auch dann, wenn wir sie ernst nehmen und achten.

Und –  meine Sehnsucht nach Island wächst schon wieder ins Unermessliche.

Lis schreibt:

1. Ich liebe Island, weil diese Insel aus Feuer und Eis einzigartig ist.
2. Ich liebe Island, weil die Sprache so lustig klingt
3. Ich liebe Island, weil man seinen Durst an jedem Fluß stillen kann
4. Ich liebe Island, weil das schwefelhaltige Wasser in Reykjaviks Gästehäuser meine Blasenentzündung heilte.
5. Ich liebe Island, weil Europas größter Wasserfall, größte Wüste und größter Gletscher dort zuhause sind.

Und es gibt noch viele, viele andere Gründe <3 Ich liebe Island, weil es sich wie Heimat anfühlt…seitdem ich ein Teenager bin und von dieser unglaublichen Insel hörte.

Tobias Grund:

Ich liebe Island, weil man einfach mal für eine Tasse Kaffee 70 Kilometer in eine Richtung fahren kann und es hinterher trotzdem nicht bereut.

So geschehen am 7. November 2014, als wir (meine damals noch Verlobte, mittlerweile Ehefrau) einen Freund in Eyrarbakki besuchen wollten, der aber noch nicht da war. Weil wir Selfoss schon kannten, beschlossen wir, einfach „mal schnell auf ’nen Kaffee“ Richtung Westen loszufahren. Die Küstenstraße sah einladend aus, der Tank vom Clio war fast voll und von so einem bisschen Wind lässt man sich die Laune ja sowieso nicht verderben… 70 Kilometer weiter wurden wir in Grindavík schließlich fündig, ein herrlicher kleiner Laden direkt am Meer. Traumhafte Lage, sehr nette Leute, extrem guter Kaffee. Keine Sekunde der Reue. Und man hatte ja nur 70 Kilometer Rückweg… ;-)

Sabines Grund:

Mein Grund Island zu lieben ist, weil Island die Vielfalt der Welt in „klein“ ist.

– raue Berge und sanfte Täler
– tiefe Steilküsten und lange Sandstrände
– heiße Geysire und kalte Gletscherseen
– tosende Wasserfälle und brodelnde Lavaströme
– klare Seen und dampfende Schwefellöcher
– moosbewachsene Lavafelder und grüne Wiesen
– ewiger Gletscher und wiederkehrendes aufblühen der Natur
– begehbare Vulkane und betauchbare Kontinentalspalte
– töltende Pferde und trollige Papageitaucher
– unendliche Weiten und doch behagliche Nähe
– emsiges Stadtleben und ländliche Idylle
– vom Meer polierte Steine und vom Wind gebogene Bäume
– eisige Winter aber auch wärmende Sommer
– kleine Elfen und riesige Trolle
– und ganz einfach: man kann in Island die Seele baumeln lassen

…. es gibt noch so vieles was Island liebenswert macht, da könnte ich ein Buch darüber schreiben, hoppla… nein, dafür hätte ich nun wirklich keine Zeit, aber zum lesen – um neues für den nächsten Islandurlaub zu entdecken – jederzeit.

Und Jacqueline schreibt:

Ich liebe Island, weil man…

1… den Zauber des Nordens im Nordwind riecht!
2… die Lichter der Sagen am Himmel tanzen sieht!
3… den Geschmack von Hákarl nicht so schnell los wird…
4… auch wenn man es mit Brennivin versucht runterzuspülen!
5… die Offenheit, Direktheit und Traditonsbewusstheit der Isländer einfach lieben muss!

Das sind die 5 Gründe, die ich einem aufzähle, wenn mich jemand fragt: Warum Island?

Doch da gäbe es noch unzählige Gründe mehr!

– Meine Freunde und deren Familien
– All die Pferde, die ich durch Schnee und Wind reiten durfte!
– Die Zeit als ich in Island mit Turisten gearbeitet habe.
– Die Schaffe, die mitten auf der Strasse stehen!
– Den einen Polarfuchs, den ich immer wieder gesehen habe, wenn ich im Winter in der Dämmerung meinen Feierabenausritt gemacht habe.
– Die unzähligen Momente, an denen ich die Nordlichtertanzen sah.
– Das Geschnatter der Gänse und Enten am Tjörn.
– Die Hamburger in der Hamburgerfabrikkan
– Das Babalú!
– Die ach so komplizierte Sprache, die ich so liebe!

Doch der eine wichtige Grund für mich persönlich ist, weil ich es vermisse und weil es der bislang einzige Ort auf dieser Welt ist, wo ich mich zu Hause fühle.

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