Dienstag , 23. Juli 2019
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Quelle: ruv.is

Jökulhlaup Mýrdalsjökull – Aktuelle Situation (14.07.2011, 07:00 Uhr)

Quelle: ruv.isDer Transferservice wurde zwischenzeitlich erweitert. Bis zu vier schwere LKW sind in der Lage, normale PKW über den Fluss Múlakvísl zu transportieren. So können pro Stunde bis zu 24 Fahrzeuge transportiert werden.

Zudem schreiten die Arbeiten an der provisorischen Brücke zügig voran. Sämtliches Material ist vor Ort und kann verbaut werden. Auf der Seite des isländischen Verkehrsamtes können Bilder von der Baustelle eingesehen werden.

Unklar ist weiterhin, ob ein Vulkanausbruch der Katla unter dem Mýrdalsjökull die Ursache war oder ob eine andere vulkanische Aktivität für den Gletscherlauf die Ursache ist. Dazu wurden Wasserproben genommen, deren Untersuchung Erkenntnis zur Ursache bringen soll. Auf dem Mýrdalsjökull haben sich drei Calderen gebildet. Eine vulkanische Aktivität ist zur Zeit nicht erkennbar, dennoch bleibt der Mýrdalsjökull weiterhin gesperrt und unter enger Beobachtung.

Der Süden kommt aber nicht zur Ruhe. Am Vatnajökull hat sich ein weiterer Gletscherlauf ereignet. Dem Gletscherlauf ging ein sogenannter Tremor voraus. In der Nähe der Berge Grímsfjall und Skokkalda kam es zu diesem Tremor, einer Anhäufung von Beben, deren Ursache in Magma-Bewegungen oder Bewegungen von Schmelzwasser unter dem Gletscher zu finden ist.

Am Stausee Hágöngulón kam es dann zu einem Gletscherlauf, der den Pegel des Stausees um etwa 70cm ansteigen liess. Es bleibt spannend aus Sicht der Vulkanologen. Für die Bevölkerung im Süden Islands macht das alles sicher keine Freude in so kurzer Frequenz immer wieder um Heim und Hof bangen zu müssen.

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4 Kommentare

  1. Hallo Marco,
    wir sind gerade frisch aus dem Island-Urlaub zurück und da waren Deine Infos zum Gletscherlauf schon “erschreckend”, 5 Tage früher und wir hättens “live” erlebt….
    Gruß
    Ralf+Grit

  2. Hallo Grit,
    ja, man ist manchmal so unbekümmert dort unterwegs und vergisst, wie schnell das auch umschlagen kann. Aber passiert ist ja zum Glück niemanden was.
    Gruß
    Marco

  3. An dem Nachmittag, als der See (Fläche ca 10x3km) innerhalb einer Stunde (!) um 70m anstieg, hatten meine Partnerin und ich ca 10 km südlich von diesem Gletscherlauf entfernt unser Zelt bereits sturmsicher befestigt. An diesem Tag schafften wir mit unseren Reise-Mountainbikes kräftezehrende 7 km schiebend durch unwegsames Geröll, Sand und Schnee entlang der Gletscherkante des mächtigen Vatnajökulls in Richtung Norden.
    Wir hatten für diese Durchquerung Islands für vier Wochen Lebensmittel auf den Rädern geladen.
    Vorausgehende Erdbeben haben wir nicht wahrgenommen.
    Lediglich ein Sandsturm tobte über die Ebene, als unsere Ausrüstung innerhalb 15 Minuten auf fünf Fahrzeuge eines russischen Konvois unter einem isländischen Führer verteilt wurde, der uns aus der Gefahrenzone hinaus fuhr.

  4. Puh, da habt ihr ja mächtig Glück gehabt. Freut mich, dass Euch nichts passiert ist.