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Reykjavík
22. Oktober 2020

Augnablik í Seyðisfjörður

SeydisfjörðurWer von Europa mit dem eigenen Auto/Geländewagen oder Wohnmobil nach Island möchte, der muss sich im wesentlichen auf eine Fähre konzentrieren: die Fähre Norröna. Es gibt noch andere Möglichkeiten, z.B. die Verschiffung des PKW über einen Container, aber dazu gebe ich an anderer Stelle mal mehr Informationen.
Die Fähre Norröna verbindet den dänischen Ort Hirtshals mit dem islandischen Ort Seyðisfjörður, der im Osten der Insel zu finden ist. Gemäß Fahrplan 2011 legt die Fähre jeweils Dienstags oder Donnerstags in Seyðisfjörður an und entläßt eine Vielzahl exotischer, geländetauglicher Fahrzeuge aus ihrem Bauch, um wiederum eine Vielzahl von Fahrzeugen aufzunehmen, die den Rückweg nach Europa antreten wollen.
Während dieser Zeit ist in Seyðisfjörður eine Menge los. Jede Menge Verkehr und Aktivität prägt dann das Stadtbild von Seyðisfjörður. Die wenigen Cafés und Restaurants sind gut besucht und auch in den Hotels ist während dieser Zeit nur schwer ein Zimmer zu bekommen.
Außerhalb dieser Zeit ist Seyðisfjörður mit seinen rund 720 Einwohnern eher ein ruhiger und beschaulicher Ort, der bei einem Aufenthalt im Osten des Landes auf jeden Fall besucht werden sollte, auch wenn man nicht mit der Fähre an- oder abreist.
Seyðisfjörður bedeutet übersetzt „Fjord der Feuerstelle“ und ist auf dem Landweg über eine Passstraße erreichbar, die über die Hochebene Fjarðarheiði führt und Seyðisfjörður mit der nächstgelegenen Stadt Egilsstaðir verbindet. Das Befahren der Passstraße gleicht oft einem Abenteuer, da die Fjarðarheiði nicht selten von dichten Wolken umgeben ist.
In Seyðisfjörður gibt es ein Elektrizitätsmuseum, da Seyðisfjörður die erste voll elektrifizierte Stadt Islands war. Bei unserem Aufenthalt in 2010 waren die Wetterverhältnisse eher bescheiden, dennoch habe ich unsere Eindrücke in einem kurzen Video zusammengefasst.

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