Sonntag , 22. Oktober 2017

Mývatn

Lake MývatnDer Mývatn ist ein See und eine Region im Norden Islands, die wie viele Gebiete durch vulkanische Aktivitäten gebildet und geprägt wurde. Mývatn heisst auf deutsch Mückensee. Der See macht in den Sommermonaten diesem Namen alle Ehre, wenn Milliarden von Mücken den See bevölkern und sich zu echten Quälgeistern entwickeln.

Zum Glück sind es keine Stechmücken, dennoch schwirren die kleinen Mücken ins Gesicht und wollen einem an den Mund und die Nase. An allen Tankstellen können Mückennnetze gekauft werden, um sich vor diesen Angriffen zu schützen.

Die Einzigartigkeit der Landschaft bleibt davon unberührt. Der Myvatn ist mit 37 km² der viertgrößte Binnensee Islands. Eine Besonderheit sind die kleinen Vulkankrater am Rande des Sees, die aber eigentlich gar keine sind und daher als Pseudokrater bezeichnet werden. Entstanden sind die Pseudeokrater durch Lavaströme, die sich über das Feuchtgebiet ergossen haben. Dabei entstanden Dampfexplosionen, die zur Bildung der Pseudokrater geführt haben.At Dimmuborgir

Der See kann mit dem Auto einmal umrundet werden. Rund um den See gibt es einige sehenswerte Dinge die es lohnen, sich für diese Region auch mehr als einen Tag Zeit zu nehmen. Östlich des Mývatn liegt Dimmuborgir, was auf deutsch so viel wie dunkle Burgen heißt.  Dimmuborgir ist ein bizarr geformtes Lavafeld und als abgeschlossener Park mit diversen Wanderwegen zu Fuß zu erkunden.

Nicht unweit von Dimmuborgir befindet sich der Aschekrater Hverfjall. Diese Art von Vulkankrater ist auf der Erde selten anzutreffen. Er entstand durch gewaltige Dampfexplosionen, als heiße Magma mit dem Grundwasser zusammen kam. Die Lava erstarrte durch den Kontakt mit Wasser glasartig. Eine Wasserdampfsäule verhinderte das Absinken im Innern, so dass die Asche nur an den Seiten herab rieselte und einen  Krater mit einem Durchmesser von 1 km und einer Tiefe von 140 m bildete.

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