Freitag , 17. November 2017
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Icelandic road signs
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10 Tipps zum Autofahren in Island

In Island mit dem Auto unterwegs zu sein ist nicht mit dem Autofahren in Deutschland vergleichbar. Es gelten zum Teil andere Regeln, die Strafen sind konsequenter und die Straßen- und Wetterbedingungen können einen vor Herausforderungen stellen, die man im deutschen Straßenverkehr nicht oder nur selten erfährt. Die folgenden Tipps sollte man unbedingt wissen, bevor man in Island in ein Auto steigt.

Alles zum Nachlesen im ausführlichen Ratgeber „Autofahren in Island“ in der Erstausgabe von ZAUBER DES NORDENS.

Tipp 1: Erstmal auf Elfis hören

Elfis ist ein Elf, der einem die wesentlichsten Gefahren  und Herausforderungen des Autofahrens in Island in einem kurzen und humorvollen Video näher bringt. Produziert von Safetravel.is, einer Informationsplattform der Icelandic Association for Search and Rescue.

Ein etwas älterer, aber dennoch aktueller Lehrfilm geht ebenfalls auf das Fahren in Island ein. Dieser ist in deutsch synchronisiert und erinnert ein wenig an die Reihe „Der 7. Sinn“, die in den 70er/80er Jahren im deutschen Fernsehen zu sehen war:

Tipp 2: Das Wetter und Straßenbedingungen im Auge zu behalten

Die Wetterbedingungen Islands können auch in den Sommermonaten abrupt wechseln. In Folge dessen kann die Befahrbarkeit von Straßen und Pisten beeinträchtigt werden. Im Hochland sind sogar bis in den Sommer hinein nicht alle Straßen befahrbar. Daher sollte man das Wetter und den Straßenzustand immer im Blick haben. Insbesondere Wetterwarnungen vor Sturm sollten berücksichtigt werden, denn Sturm ist in Island eine ernste Gefahr. Oft wird der Sturm von Sand begleitet, was mit kleinen oder größeren Steinen erhebliche Schäden am Fahrzeug verursachen kann. Diese Schäden sind nicht von den standardmäßig abgeschlossenen Versicherungen abgedeckt und man bleibt auf den Kosten der Reparatur sitzen. Ärgerlich ist das vor allem bei einem Mietwagen. Zwei Webseiten sind dafür einen täglichen Blick wert. Eine ist die Seite des isländischen Straßenverkehrsamtes, welche Auskunft über den Straßenzustand und die Befahrbarkeit gibt. Auf http://www.road.is/travel-info/road-conditions-and-weather/ können eine Gesamtkarte Islands oder Teilkarten von Regionen aufgerufen werden. Neben den Informationen zum Straßenzustand können auch die aktuellen Messdaten der zahlreichen Wetterstationen eingesehen werden. Für Fahrer von Wohnmobilen sind auf Passtraßen die Windgeschwindigkeiten von Interesse. Immer wieder sind Berichte von umgestürzten oder stark beschädigten Wohnmobilen zu lesen, die Sturmwarnungen nicht wahr- oder ernstgenommen haben.

An Passstraßen oder besonders gefährlichen Straßenabschnitten findet man Informationstafeln mit aktuellen Informationen wie Temperatur und Windgeschwindigkeit, so daß man auch ohne Internetverbindung vor Befahren dieser Straßenabschnitte die wichtigsten Informationen erhalten kann. Solch eine Anzeige kann zum Beispiel so aussehen:

Anzeigetafel - Quelle: west.is
Anzeigetafel – Quelle: west.is

Angezeigt werden von links nach rechts: Windrichtung, durchschnittliche Windgeschwindigkeit in m/s, Temperatur, höchste gemessene Windgeschwindigkeit in m/s. Bei Werten ab 20 m/s sollte man die Straßen mit einem Wohnmobil besser nicht befahren.

 

Die zweite Seite, die man vor Antritt einer Autofahrt besuchen sollte, ist die des isländischen meteorologischen Instituts (kurz: IMO). Auf dieser Seite erhält man neben den Wettervorhersagen auch aktuelle Informationen zu Erdbeben- oder Vulkanaktivitäten, aber auch zu Lawinenrisiken, die im Winter eine zusätzliche Gefahr darstellen. Neben der Webseite stellt das IMO  eine Wetter-App zur Verfügung, die sowohl für das iPhone als auch für Android basierte Smartphones kostenlos angeboten wird.

Tipp 3: Das Licht muss auch tagsüber eingeschaltet sein

In Island gilt die Pflicht zum Tagfahrlicht. Regen, Nebel und andere sichteinschränkende Umstände führen dazu, dass auf Islands Straßen das Licht eingeschaltet werden muss. Unabhängig von der Tageszeit und Wetter. Mietwagen in Island sind meist korrekt konfiguriert, so dass beim Einschalten der Zündung auch das Licht angeht. Aber Kontrolle ist besser. Wer mit seinem eigenen Fahrzeug anreist, sollte seinen Beifahrer auffordern, ihn ans Licht zu erinnern, sofern man nicht über ein Tagfahrlicht verfügt.

Neben der Pflicht zum Tagfahrlicht besteht in Island die Gurtpflicht. An alle Gurtmuffel der Appell, in Island darüber nachzudenken, nicht doch besser den Gurt anzuschnallen. Nicht nur die Geldstrafen sollten dazu animieren, sondern auch die besonderen Gefahren sollten jeden einigermaßen vernünftigen Menschen dazu bewegen, seinen Gurt anzulegen.

Tipp 4: Wer als erster an der Brücke ist, hat Vorfahrt

Viele Brücken in Island sind aufgrund des geringen Verkehrsaufkommen einspurig ausgeführt. Damit werden die Baukosten begrenzt. Zudem gibt es Regionen, in denen die Brücken von Gletscherläufen bedroht sind. Da lohnt eine einfache Bauweise, um die Brücken schnell wieder instand setzen zu können. Alleine auf der Ringstraße gibt es 39 einspurig geführte Brücken. Angekündigt werden die einspurigen Brücken mit einem Verkehrsschild und dem Hinweis „Einbreið Brú“. Wenn man auf solch eine Brücke zufährt, sollte man die Geschwindigkeit reduzieren. Auf Schotterpisten bilden sich vor den Übergängen von Piste auf Brücke gerne Schlaglöcher, die das Fahrzeug unangenehm springen lassen können. Vorfahrt hat der, der als erster die Brücke erreicht. Aber darauf pochen sollte man nicht, denn es können einem immer Fahrer begegnen, die diese Regel nicht kennen.

Zeichen für einspurige Brücken und Tunnel
Zeichen für einspurige Brücken und Tunnel

Die Steigerung zur einspurigen Brücke sind einspurig geführte Tunnel. Auch diese werden mit einem Schild und dem Hinweis „Einbreið Göng“ angekündigt. Diese sind, wie lange einspurige Brücken auch, in regelmäßigen Abständen mit Ausweichbuchten versehen. In diesen wartet der den Gegenverkehr ab, der die Buchten auf seiner Seite hat. Die Eindeutigkeit dieser Verkehrsschilder wird in Island immer mal wieder diskutiert, zuletzt im Dezember 2015, als ein chinesischer Tourist bei einem Frontalzusammenstoß auf einer einspurigen Brücke ums Leben gekommen ist.

Tipp 5: Wer innen im Kreisverkehr fährt, hat Vorfahrt

Ampeln wird man an Straßenkreuzungen in Island seltener finden. Gewöhnlich wird der Verkehr über einen Kreisverkehr geleitet. Im Kreisverkehr gilt wie in Deutschland, dass im Kreisverkehr befindliche Fahrzeuge Vorfahrt haben und man seine Absicht, den Kreisverkehr zu verlassen, über das Setzen des Blinkers signalisiert. Eine wichtige Besonderheit gibt es jedoch. Gerade im Stadtgebiet Reykjavík wird man auch an der Kreuzung zweispuriger Straßen von einem Kreisverkehr überrascht. Hier gilt, dass der innen im Kreisverkehr fahrende Verkehr Vorfahrt hat. Man muss auf der Außenspur anhalten, um ein Fahrzeug der inneren Spur, welches den Kreisverkehr verlassen will, vorbei zu lassen.

Tipp 5: Geschwindigkeitsübertretungen sind teuer

In Island gelten recht geringe Höchstgeschwindigkeiten. Innerorts gilt Tempo 50 km/h, außerorts 90 km/h auf asphaltierten Straßen bzw. 80 km/h auf Schotterpisten. Schon geringe Übertretungen werden mit empfindlichen Geldbußen geahndet. Zum Beispiel kostet eine Überschreitung von nur 10 km/h bei Tempolimit 90 km/h auf asphaltierten Straßen schon 10.000 ISK (ungefähr 65 Euro, Stand: Juni 2016)).

Tipp 5: Niemals Offroadfahren

Island ist für Abenteurer in ausgebauten Geländefahrzeugen ein beliebtes Reiseziel. Denn fast nirgendwo in Europa findet man noch Schotter- und Geröllpisten oder die Möglichkeit, mit dem eigenen Fahrzeug durch Flüsse zu fahren. Dennoch bedeutet Offroad in Island nicht, dass man einfach mit seinem Geländewagen die Straßen verlässt und querfeldein durch das Gelände braust. Im Gegenteil, dies ist strengstens und unter hohen Geldstrafen verboten. Die Vegetation und Natur Islands ist zu empfindlich, als dass sie die durch Geländefahrzeuge verursachten Narben einfach so weg steckt. Es braucht Jahre, bis diese Narben wieder zugewachsen sind. Teilweise werden die hinterlassenen Fahrspuren durch Erosion zu tiefen Furchen. Es gibt nur eine Möglichkeit, auch die Straßen zu verlassen. Bei geschlossener Schneedecke ist Offroad erlaubt. Die Schneeschicht schützt den darunter liegenden Boden. Allerdings muss das Fahrzeug für solche Touren speziell vorbereitet sein.

Straße zum Kerlingarfjöll
Straße zum Kerlingarfjöll
Die Isländer haben sich im Laufe der Jahrhunderte perfekt an die Lebensbedingungen Islands gewöhnt. Auch in der modernen Zeit haben sie gelernt, wie man Kraftfahrzeuge für den Einsatz in Island präpariert. Die wuchtigen Geländewagen mit den für uns überdimensioniert erscheinenden Spezialreifen gehören in Island zum alltäglichen Straßenbild. Diese sind ideal darauf abgestimmt, Flüsse zu durchqueren und der Reifendruck der Spezialreifen kann soweit abgesenkt werden, dass man mit den Autos problemlos über Schnee fahren kann, in dem man beim Aussteigen als Mensch mehr als knietief versinkt. Wer mit so einem Jeep mitfahren möchte, kann von den Angeboten zahlreicher Guides Gebrauch machen, die mit ihren Superjeeps Touren anbieten. Unser Partner Guide to Iceland bietet Ihnen garantiert die besten Preise, z.B.:

4×4 Südküsten-Tour zur Gletscherlagune Jökulsárlón, März-September, Dauer: 14 Stunden
3 Tage Landmannalaugar im Winter, März-April, Dauer: 3 Tage
Jeeptour nach Þórsmörk & Wanderung zum Vulkan, April-Oktober, Dauer: 12 Stunden

Tipp 6: Wie man einen Fluss durchquert

Eine weitere Steigerung von einspurigen Brücken sind keine Brücken. Dies erwartet einen nicht allzu selten im Hochland Islands. Dort sind seichtere bis mitteltiefe Flüsse nicht überbrückt, sondern müssen mit dem Fahrzeug durchquert werden. In der Fachsprache nennt man das „furten“. Dies ist definitiv nichts für einen normalen PKW. Neben Allradantrieb muss eine gewisse Wattiefe gegeben sein. Die Wattiefe gibt an, wie tief ein Fahrzeug in Wasser eintauchen kann, ohne einen Schaden zu nehmen. Einen Fluss zu durchqueren, der tiefer als die Wattiefe des Fahrzeugs ist, gleicht einem Himmelfahrtskommando.

Warnhinweis vor Flussdurchquerung
Warnhinweis vor Flussdurchquerung

Es mag so leicht aussehen, der Fluss so harmlos wirken. Bei einer Flussdurchquerung ist immer ein Restrisiko vorhanden, selbst für erfahrene Offroadfahrer mit speziell ausgerüsteten Fahrzeugen. Es können große Steine im Wasser versteckt sein oder es kann lokale Ausspülungen oder Rinnen geben, in denen sich ein Fahrzeugreifen derart verhängt, dass man nicht mehr weiter kommt. Bei stark strömenden Gewässern kann der Druck auf die Karosserie so stark werden, dass das Fahrzeug zur Seite weg gedrückt wird, an einem Hindernis hängen bleibt und umkippt. Wer sich daran wagt, sollte wissen, dass die meisten Mietwagen in Island nicht für eine Wasserdurchfahrt versichert sind. Wer einen Wagen auf diese Weise schädigt, bleibt auf dem Schaden komplett sitzen. Wer es trotzdem wagt, dem seien folgende Hinweise gegeben. Aber selbst wenn man all diese beachtet, das Restrisiko bleibt. Furten also auf eigene Gefahr. Zuerst sollte man sich einen Überblick verschaffen. Wie strömt das Wasser? Wo fährt man ins Wasser ein, wo kommt man wieder heraus? Wie ist der Untergrund? Sinnvoll ist es, zu warten, bis erfahrene Fahrer den Fluß durchqueren. Mit zwei Fahrzeugen kann man gegenseitig auf sich warten und im Notfall helfen. Wenn keiner kommt, kann man den Fluss erstmal zu Fuß durchwaten, um die Tiefe und den Untergrund zu prüfen. Zwei Wanderstöcke geben den notwendigen Halt. Aber Achtung: das Wasser ist in der Regel eiskalt, selbst im Sommer. Wenn verfügbar, sollte man bei seinem Allrader die Untersetzung aktivieren und mit geringer und konstanter Geschwindigkeit das Wasser im ersten bzw. zweiten Gang durchqueren. Nie die eigene Bugwelle im Wasser überholen. Auch nicht mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser einfahren, sondern langsam und vorsichtig, um einen Wasserschlag am Motor zu vermeiden. Den Fluss am besten in einem leichten Bogen durchqueren, also erst leicht in Flussrichtung einfahren und ungefähr gegen Flussmitte dann leicht gegen die Strömungsrichtung fahren. Sollte man doch mal hängen bleiben, gilt es Ruhe zu bewahren. Mittels Rückwärtsgang kann man versuchen sich zu befreien, um dann wieder über eine etwas versetzte Linie die Weiterfahrt anzutreten. Und dabei nie den Motor ausschalten. Nur bei laufenden Motor kann kein Wasser über das Auspuffsystem in dem Motor gelangen.

Geschafft! Wasserdurchfahrt auf dem Weg zum Lakagígar
Geschafft! Wasserdurchfahrt auf dem Weg zum Lakagígar

Die Flüsse Islands werden meist durch das Schmelzwasser der Gletscher gespeist. Daher kann der Wasserstand stark variieren. Auch Regen kann dies zusätzlich verstärken. In der Regel sind die Flüsse morgens mit einem geringeren Wasserstand versehen, als in den Abendstunden. Das bedeutet, dass man auf dem Rückweg nicht unbedingt durch einen Fluss kommt, den man auf dem Hinweg noch leicht durchquert hat.

Tipp 7: Was besondere Verkehrszeichen bedeuten

Die Verkehrsschilder Islands sind weitestgehend selbstsprechend. Doch nicht alle sind so eindeutig und verständlich. Hier einige wichtige Verkehrsschilder, deren Bedeutung man kennen sollte.

Warnung vor Planierarbeiten auf Schotterpisten
Warnung vor Planierarbeiten auf Schotterpisten
Warnung vor Straße, nur mit geringer Geschwindigkeit befahrbar
Warnung vor Straße, nur mit geringer Geschwindigkeit befahrbar
Warnung vor Piste, nur mit Allradantrieb und Höherlegung befahrbar
Warnung vor Piste, nur mit Allradantrieb und Höherlegung befahrbar
Warnung vor rauher Piste, nur mit speziell ausgerüsteten Geländefahrzeugen befahrbar
Warnung vor rauher Piste, nur mit speziell ausgerüsteten Geländefahrzeugen befahrbar
Nicht überbrückter Fluss - Furt voraus
Nicht überbrückter Fluss – Furt voraus
Warnung vor nicht einsehbaren Straßenabschnitt
Warnung vor nicht einsehbaren Straßenabschnitt
eu verlegter Straßenbelag - Gefahr von Steinschlag
Neu verlegter Straßenbelag – Gefahr von Steinschlag
Asphaltierte Straße endet - Schotterpiste beginnt
Asphaltierte Straße endet – Schotterpiste beginnt
Halt wegen Kontrolle
Halt wegen Kontrolle
Halt wegen Maut
Halt wegen Maut
Kameraüberwachter Straßenabschnitt
Kameraüberwachter Straßenabschnitt
Ausweichbucht zum Passieren von Gegenverkehr
Ausweichbucht zum Passieren von Gegenverkehr
Einfahrt
Einfahrt
Ausfahrt
Ausfahrt

Tipp 8: Vorher genau fragen, wohin man mit dem Mietwagen darf

Wer sich in Island einen Mietwagen anmietet, sollte sich vorher genau informieren, welche Straßen er mit dem Fahrzeug befahren darf. Oft liegt in den Fahrzeugen eine Karte Islands aus, auf der die Straßen markiert sind, die auf keinen Fall befahren werden dürfen. Meist sind die Straßen im Hochland nicht erlaubt (teilweise auch nicht bei der Anmietung von allradangetriebenen SUVs) und auch das Furten von Flüssen wird meist generell ausgeschlossen. Im Klartext bedeutet das, wer solche Strecken dennoch fährt, bleibt auf den Kosten eventuell eintretender Schäden komplett sitzen. Und das wird sehr schnell sehr teuer. Da helfen auch keine Versicherungen, denn das Befahren dieser Strecken war vom Vermieter ausgeschlossen worden.

Tipp 9: Schafe sind unberechenbar

Die Schafe Islands werden in den Sommermonaten sich selbst und der Natur überlassen. Riesige Weidegebiete, bis weit ins Hochland, sind mit Zäunen eingegrenzt. Diese sollen die Schafe daran hindern, Gebiete mit schützenswerter Vegetation zu betreten. Kreuzt man auf einer Straße solch einen Grenzzaun, wird das mit dem lauten Geräusch des Überfahrens von in der Straße eingelassenen Viehgittern quittiert. Immer wieder wird man Schafen begegnen, die meist in 2-er oder 3-er Gruppen unterwegs sind. Einige laufen verängstigt davon, andere bleiben gelassen am Straßenrand liegen, wenn sich ein Auto nähert. Ganz widerspenstige Zeitgenossen traben gemächlich auf der Straße und machen keine Anstalten, den Weg freizugeben. Man muss immer auf der Hut sein, denn die Schafe können unvermittelt auf die Straße rennen. Vor allem wenn Jungtiere dabei sind und sich die Schafe auf beiden Seiten der Straße aufhalten, gilt vollste Aufmerksamkeit. Es muss immer damit gerechnet werden, dass diese in Angst vor dem herannahenden Auto zusammen sein wollen und alle auf eine Seite rennen. Sollte Ihnen das Malheur eines angefahrenen Schafes passieren, muss man die Polizei rufen, damit der Bauer informiert wird und er sich ggfs. um die verwaisten Jungtiere kümmern kann. Aber soweit muss es nicht kommen, wenn man bei Schafen am Straßenrand mit verminderter Geschwindigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit vorbeifährt. Neben Schafen muss man übrigens auch mit frei laufenden Pferden oder Rentieren rechnen.

Schafe auf der Straße 612
Schafe auf der Straße 612
Vorsicht ist auch bei dem Genuss von Alkohol gegeben. Denn Fahren mit Alkohol im Blut ist in Island verboten. Bereits ab 0,5 Promille kann der Führerschein einbehalten werden. Und teuer wird es auch, denn Bußgelder ab 70.000 ISK (ungefähr 465 Euro) werden fällig.

Tipp 10: Was tun, wenn doch mal was passiert ist?

Wer alle oben genannten Hinweise beachtet und aufmerksam und mit Umsicht auf Islands Straßen fährt, dem wird hoffentlich nichts Schlimmes widerfahren. Aber was, wenn es doch mal kracht? Wie immer gilt: Ruhe bewahren. Wer einen Mietwagen fährt, sollte Informationen für den Notfall mit auf den Weg bekommen haben. Wenn nicht, bei der Übergabe des Fahrzeugs fragen, wer im Falle eines Unfalls zu informieren ist. Die allgemeine Notrufnummer ist in Island die 112. Dafür gibt es sogar eine App, die bei Kontaktaufnahme auch die GPS-Koordinaten mit angibt, damit man schneller gefunden werden kann. Ein Verkehrsunfallbericht in deutsch kann auf der Seite des isländischen Verkehrsverein Sjóvá runtergeladen werden. Auf der Seite von Sjóvá findet man auch wichtige Hinweise, wie man seinen Schaden am Fahrzeug anmelden muss, damit die Kosten erstattet werden können. Zu dem Thema gibt es auch eine Information des EU Verbraucherzentrums.

 

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