20. Januar 2026
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Alle Jahre wieder – die isländische Weihnachtskultur

Weihnachten in Island ist anders als Weihnachten in Deutschland. Einige Dinge ähneln sich, andere sind grundlegend anders.

Angefangen beim Weihnachtsmann. Während wir uns in Deutschland mit einem Weihnachtsmann zufrieden geben, gönnen sich die Isländer gleich 13. Und eigentlich auch keine richtigen Weihnachtsmänner, wie wir sie kennen, sondern sogenannte Weihnachtsgesellen, auf Isländisch „Jólasveinar“.

Und eigentlich führen sie, entgegen unserem Weihnachtsmann, nichts Gutes im Schilde. Im Gegenteil: Sie ärgern die Menschen und stehlen ihnen das Essen. Zwischen dem 12. Dezember und 24. Dezember taucht jeden Tag ein neuer Geselle auf und treibt sein Unwesen. Am Heiligabend sind dann alle zusammen, um in den folgenden Tagen täglich wieder einer weniger zu werden.

Die Gesellen wohnen zusammen mit ihren Eltern in den dunklen Burgen (Dimmuborgir, ein Lavafeld östlich des Sees Mývatn). Dorthin kehren sie auch zurück. Aber wer sind diese Gesellen und was für Marotten haben sie? Wir stellen euch vom 12. Dezember bis 24. Dezember jeden Tag einen Weihnachtsgesellen vor.

Mutter dieser eigenartigen Gesellen ist das Trollweib Grýla, welche mit ihrem Mann und Vater der Weihnachtsgesellen Leppalúði und der Weihnachtskatze Jólaköttur in den dunklen Bergen lebt. Von der Weihnachtskatze wird nachgesagt, dass sie die faulen Menschen frisst, welche die Wolle des Herbstes nicht verarbeitet haben. Die fleißigen Menschen jedoch bekommen zu Weihnachten Kleidung (Jólaföt) geschenkt. Dazu gibt es in Island ein sehr populäres Weihnachtslied.

Grýla - die Mutter der Weihnachtsgesellen
Grýla – die Mutter der Weihnachtsgesellen

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