Sonntag , 17. November 2019
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Djúpavík – die verlassene Heringsfabrik

Djúpavík ist eine verlassene Heringsfabrik im entlegenen Fjord Reykjarfjörður  in den Westfjorden. Der Ort wird ganzjährig nur von einem Ehepaar bewohnt, die dort vor 25 Jahren eingezogen sind. Im ehemaligen Wohnhaus der Arbeiterinnen betreiben Sie ein Hotel, welches den gleichen Namen wie der Ort trägt: Hotel Djúpavík.

Sie kümmern sich leidenschaftlich um den Erhalt dieses Abschnittes isländischer Geschichte und renovieren Stück für Stück die alten Gebäude. Im Hauptgebäude der Heringsfabrik haben sie eine dauerhafte Ausstellung etabliert, welche über die Geschichte dieses Ortes aufklärt. Zudem gibt es immer wieder temporäre Ausstellungen, Konzerte oder Events, die Besucher an diesen Ort einladen. Die isländische Band Sigur Rós haben Djúpavík als Ort für einen Gig und ein Konzert genutzt. Die Aufnahmen davon sind im Film „Heima“ zu sehen. Die Verlassenheit dieses Ortes, gepaart mit der einzigartigen landschaftlichen Kulisse machen den besonderen Reiz von Djúpavík aus. Bei einer Tour durch die Westfjorde sollte dieser Ort auf jeden Fall mit aufgesucht werden.

Fest mit Djúpavík verbunden ist der auf Island lebende Deutsche Claus Sterneck. Er hat vor vielen Jahren die Entscheidung getroffen, nach Island auszuwandern und dort seiner künstlerischen Motivation nachzugehen. In den Sommermonaten verbringt er viel Zeit in Djúpavík und hat einige Kunstprojekte verwirklicht, wie z.B. „Pictures – and their sounds“. Hier zeigt er jeweils ein Motiv aus Island und lässt dazu die Geräusche ablaufen, die mit dem Motiv verbunden sind.

Die Anfahrt nach Djúpavík erfolgt von Reykjavík aus in Richtung Hólmavík und von Hólmavík aus erst über die Straße 61 und dann über die Straße 643, die entlang der Küste bis nach Djúpavík führt. Die Strecke ist eine Schotterpiste, die an manchen Stellen von Steinschlag gefährdet ist. Vorsicht ist also geboten.

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