Die Zwillingsschwestern Jófrídur und Ásthildur haben mit ihrem kürzlich erschienenen Album “Twosomeness” einen neuen Reifegrad erreicht. Trotz der weiterhin zerbrechlich klingenden und zarten Musik zeigen die Klangbilder deutlich mehr Nuancen. Nun haben Pascal Pinon ein Musikvideo zu dem Song “Bloom” veröffentlicht, welches nicht besser zu ihnen und ihrer Musik passen könnte. Psychedelisch verlaufende Farben und Bildüberlagerungen sind perfekt aufeinander geschnitten und unterstreichen auf ergreifende Weise die Klänge ihrer Stimmen und Instrumente. Aber sehen Sie selbst:
Wie am 01. Juni 2012 berichtet, gab es in 2012 die Möglichkeit, das Innere eines Vulkans zu besuchen. Was erst für eine Saison geplant war, hat sich wohl als gute Einnahmequelle erwiesen und so wird es auch in 2013 die Möglichkeit geben, dieses einzigartige Erlebnis zu geniessen.
Mit einem Preis von 37.000 ISK pro Person (entspricht ungefähr 250 Euro) ist dieses Erlebnis nicht gerade billig. Aber darin enthalten sind der Transfer von und zu Ihrem Hotel in Reykjavík, die geführte Besichtigung des Inneren des Vulkans sowie eine Mahlzeit (Lammfleischsuppe) inkl. warmer Getränke. Die Tour startet täglich in der Zeit vom 15. Mai bis 30. September, jeweils um 08:00, 10:00, 12:00 und 14:00 Uhr und dauert ca. 5-6 Stunden.
Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Anbieters: http://www.insidethevolcano.com. Dietmar Schäfer hat seine Eindrücke beim Besuch des Vulkans in 2012 in einem kleinen Video zusammengefasst:
Seit Anfang April veröffentliche ich in facebook ausgewählte Fotografien und Filme aus meinem vielfältigen Material, welches ich in den letzten fünf Jahren in Island sammeln konnte.
Sie müssen nicht in facebook angemeldet sein, um die Inhalte zu sehen. Diese sind öffentlich zugänglich unter der Adresse:
https://www.facebook.com/MarcoAsbachArtwork
Viel Spaß beim Stöbern. Wenn Sie in facebook angemeldet sind, würde ich mich über einen Klick auf “Gefällt mir” freuen. Dann bekommen Sie auch automatisch neue Bilder und Videos mitgeteilt.
Welche Bilder assoziiert man mit Worten, welche schon vorher für Bilder gefunden wurden? Dieser Frage haben sich die Fotografin Jutta Wittmann und der auf Island lebende Fotograf Claus Sterneck gestellt. Claus Sterneck hat dazu 42 Bilder aus seinen Werken ausgesucht und Jutta Wittmann die zum Teil nur abstrakten Beschreibungen dieser Bilder zur Verfügung gestellt. Jutta Wittmann hat dann aus ihrer Sammlung jeweils die Bilder ausgewählt, die ihres Erachtens auf die Beschreibung passen. Natürlich auch Aufnahmen, die sie in Island aufgenommen hat.
Das sicherlich interessante Ergebnis kann in der Ausstellung “Iceland as a triptych” in Wien in der Kunstgalerie KunstWerkStatt vom 2. bis 30. April 2013 angesehen werden (Montag und Dienstag 16 bis 19 Uhr, Donnerstag bis Samstag 14 bis 19 Uhr). Am 19. April findet von 17 bis 19 Uhr eine Midissage im Rahmen des Q202-Atelierrundgangs 2013 statt. Später ist geplant, dass die Ausstellung in Djúpavík zu sehen sein wird.
Zusätzlich stellt Claus Sternecks seine Installation „Bilder – und ihre Geräusche“ aus. Lauschen Sie gleichzeitig den Geräuschen von Bildern, die in einem Booklet anzusehen sind.
Wer zur Zeit oder bis zum 24. Mai in Reykjavík ist, kann dort eine kleine Fotoausstellung mit 7 Bildern von Claus Sterneck besuchen. Zu sehen ist diese während der regulären Öffnungszeiten des Eymundsson Shop / Te og Kaffi in der Austurstræti 18 in 101 Reykjavík. Alle 7 Bilder zeigen Stille und wurden in Djúpavík (Westfjorde) aufgenommen.
Es gibt zwei Arten von isländischen Pfannkuchen: Kleine, etwas dickere und mit Rosinen im Teig (Pancakes ähnelnd) oder dünne (Crepes ähnelnd), die klassisch mit Rhabarbermarmelade und Sahne serviert werden. Die kleinen dicken werden Lummur genannt, die dünnen Pönnukökur. Über Lummur habe ich indirekt schon am 05. November 2010 im Artikel Sænautasel berichtet. Lummur sind eine Spezialität des Hofes Sænautasel.
Dieser Artikel widmet sich den hauchdünnen Pönnukökur. Ihr persönliches Rezept verrät uns im angehängten Video Margrét, die uns auch schon ihr Plokkfiskur-Rezept kundgetan hat. Mein persönlicher Tipp: noch einen Schuss Malzbier in den Teig, das gibt den Pönnukökur einen besonderen Geschmack!
Wenn wir im Süden unterwegs sind, gibt es einen Ort, der mich immer wieder magisch anzieht: das Flugzeugwrack in der Sólheimasandur. Auch in 2012 haben wir es uns nicht nehmen lassen und haben einen kurzen Abstecher in den Sander gewagt und wurden wieder mit einer beeindruckenden Kulisse belohnt. Wenn Sie mehr über das Wrack erfahren möchten, empfehle ich meinen Artikel vom 25.06.2012. Mit dem folgenden kurzen Clip unseres Besuches in 2012 können Sie auch einen Eindruck von der neuen Dokumentation bekommen, an der ich zur Zeit arbeite.
In 2011 haben wir diesen Ort bei einem gewaltigen Sturm besucht (siehe Artikel vom 01. Januar 2012). In 2012 hatten wir mehr Glück. Bei leichter Bewölkung, bei der sich auch die Sonne mal sehen liess, konnten wir Dyrhólaey von einer anderen Seite kennen lernen.
Von unserem Besuch habe ich einen kurzen Clip erstellt, der auch einen kleinen Einblick auf die kurze und steile Piste gibt, die man fahren muss, um zum Leuchtturm zu gelangen. Informationen zu Dyrhólaey können im Artikel vom 01.01.2012 gelesen werden.
Im Süden Islands finden sich im Hochland einige von vergangenen Vulkanausbrüchen geprägte Landstriche. Eine davon kann über die F208/F223 erreicht werden. Von der Ringstraße geht zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur die F208 ab, über die man vom Süden ins Landmannalaugar fahren kann. Nach ca. 50 km zweigt dann nach rechts die F223 ab, die bis zur Feuerschlucht, der Eldgjá führt. Heute endet die F223 an einem Fluss, der früher noch gefurtet werden konnte. Am Ende der F223 ist ein großer Parkplatz und ein Toilettenhäuschen.
Der Fluss kann über eine kleine Fußgängerbrücke überquert werden und markierte Wege weisen einem den Weg durch die bis zu 600 Meter breite und bis 150 Meter tiefe Schlucht, in der sich auch der Wasserfall Ófærufoss befindet. Dieser verfügte früher über eine Naturbrücke, die aber Anfang der 90er Jahre eingestürzt ist.
Die Feuerschlucht selbst ist bei einem gewaltigen Vulkanausbruch im Jahre 934 entstanden, dessen Auswirkungen wohl deutlich stärker als die der Lakikrater waren. Die Schlucht ist insgesamt ca. 8 km lang und geprägt von steilen, schlackebedeckten Hängen, die wiederum von Moos bewachsen sind. Noch heute lösen sich große Gesteinsbrocken und poltern die Hänge hinunter. Seit geraumer Zeit werden die heruntergefallenen Steine mit Tafeln versehen, auf denen das Datum des Falls eingraviert ist.
Ein etwas mulmiges Gefühl an Steinen vorbeizukommen, die erst wenige Tage zuvor von den Hängen herunter gekommen sind. Bei unserem Aufenthalt in 2011 waren die Wetterverhältnisse alles andere als gut. Tiefhängende, das Tageslicht verdunkelnde graue Regenwolken gaben der Schlucht eine sehr bedrohliche Wirkung und Video- und Fotoaufnahmen waren eine echte Herausforderung. Dennoch habe ich ein kurzes Video zusammen geschnitten, um unsere Eindrücke zu teilen.
Wenn Sie sich mit isländischem Essen auseinandersetzen, werden Sie schnell auf die “Besonderheiten” der isländischen Küche stoßen. Immer wieder vorneweg wird dann vom Gammelhai berichtet, der von den Isländern gegessen wird. In Island schlicht Hai (Hákarl, ausgesprochen Haukartl) genannt, gibt es diesen wirklich in den Restaurants und Supermärkten im Speisenangebot.
Zugegeben, ich konnte mich bisher nicht überwinden, davon zu kosten, zumal dieser immer mit einem Gläschen Brennivin (einem isländischen Schnaps) verzehrt wird und ich keinen Alkohol trinke. Hergestellt wird Hákarl aus dem, wie sagt man so schön: fermentierten Fleisch des Grönlandhais. Also schlichtweg aus dem kontrolliert verwesten Fleisch dieser Haiart, um das Fleisch überhaupt geniessbar zu bekommen. Der Grönlandhai ist ein Plattenkiemer, der in seinem Fleisch Harnstoff ablagert und somit ungenießbar ist. Nur über die kontrollierte Verwesung kann der Harnstoff abgebaut werden. Dabei wird aber Ammoniak freigesetzt und so riecht Hákarl wie ein seit Tagen voll gepinkeltes Dixie-Häuschen im Hochsommer.
Dennoch soll, abgesehen vom Geruch, der Geschmack und Konsistenz des Fleisches etwas Besonderes sein. Hákarl zu verspeisen, gilt unter Touristen oft als Mutprobe. Aber für die, die es nicht probieren mögen, gibt es einen Trost: Auch nicht jeder Isländer isst gerne Hákarl. Anbei ein kurzer Ausschnitt einer National Geographic-Dokumentation, in der es u.a. um Hákarl ging.
2013 möchte ich dazu nutzen eine neue Reihe von Artikeln auf Zauber des Nordens zu veröffentlichen: Isländische Küche. Anfangen möchte ich mit einem einfachen, aber sehr leckeren Fischgericht, über das ich bereits am 18. Juni 2010 berichtet habe: Plokkfiskur.
Es gibt viele unterschiedliche Rezepte zu Plokkfiskur. Eines habe ich von einem isländischen Bekannten mitgeteilt bekommen und hat mir bisher am besten geschmeckt. Dazu benötigt man (für 4-5 Portionen):
600g Kabeljau- oder Schellfischfilets
600g Kartoffeln
50g Butter
50g Mehl
1 mittelgroße Zwiebel
Milch
Pfeffer
Salz
Curry
Sauce Hollandaise
Die Kartoffeln schälen und in etwa 4×4 cm große Stücke schneiden und in Salzwasser garen. Parallel dazu den Fisch ebenfalls in Salzwasser garen. Während der Fisch und die Kartoffeln garen, die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
Den gegarten Fisch aus dem Wasser holen und auf Seite stellen. In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Dann das Mehl unter Rühren dazu geben, mit Milch unter ständigen Rühren verdünnen, bis eine sämige, aber nicht flüssige Konsistenz entstanden ist.
Den Fisch zu der Mehlschwitze geben und mit einem Holzlöffel unterrühren, bis der Fisch total zerfallen ist. Dann die Kartoffeln und die Zwiebeln dazu geben und mit dem Löffel unter die Masse stampfen, so dass von den Kartoffeln noch kleine Stücke zu erkennen sind. Mit Pfeffer, Salz und zwei Messerspitzen Curry würzen.
Wenn die Konsistenz der Masse zu fest ist, ggfs. unter Einrühren von Milch zu einer breiigen Konsistenz verdünnen.
Das ganze dann in eine Auflaufform umfüllen, mit Sauce Hollandaise überziehen und kurz im auf 200°C vorgeheizten Backofen übergrillen, bis die Sauce Hollandaise Blasen wirft und leichte braune Stellen entstehen.
Serviert wird das Ganze mit Pumpernickel und Butter. Guten Appetit !
Eine Variation dieses Rezeptes ist, dass die Zwiebelwürfel in der Butter für die Mehlschwitze angedünstet werden.
Die Isländer waren und sind begeisterte “Pyrotechniker”. Immer wieder wird berichtet, wie zu Silvester die Sause geht und welche Mengen von Feuerwerk abgeschossen werden. Wer nicht physisch dabei sein kann, hat seit dem letzten Jahr trotzdem die Gelegenheit live dabei zu sein. Der isländische Telefonanbieter Mila betreibt einige Webcams, die seit kurzem auf einer eigenen Webseite (livefromiceland.is) erreichbar sind.
Eine dieser Webcams zeigt Reykjavík im Überblick von einem Hügel und schwenkt dabei langsam Hin und Her. Mittels dieser Webcam kann das Feuerwerk über Reykjavík live mitverfolgt werden. Aufgrund der Zeitverschiebung können wir erstmal bei uns in Deutschland feiern und um 01:00 Uhr dann Silvester in Reykjavík verfolgen (na gut, wenn man nichts anderes vorhat
)
Und wer heute Nacht keine Zeit hat, kann hier das Feuerwerk von Silvester 2011 ansehen:





