Bei KirkjubaejarklausturKirkjubæjarklaustur oder von den Isländern auch kurz Klaustur genannt ist ein Ort im Süden Islands zwischen Vík und Höfn und ein von Touristen und Einheimischen gern gewähltes Etappenziel auf der Ringstrasse.

Der Ort hat rund 350 Einwohner. Im Ort gibt es ein Schwimmbad, ein Icelandair-Hotel, zwei gastronomische Betriebe, einen Supermarkt und nicht zu vergessen eine N1 Tankstelle, die neben Benzin und Diesel auch einen Shop und die üblichen Fastfood-Angebote anbietet. In unmittelbarer Nähe zu Kirkjubaejarklaustur sind noch diverse weitere Unterkünfte, wie z.B. das Hotel Laki oder das Hotel Geirland.

Vom Ort können Wanderungen gestartet werden. Die übliche Tour ist der Spaziergang längs des Systrafoss zur Hochfläche und zum Systravatn. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf über den Ort. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Kirkjugólf, eine durch Meeresbrandung und Gletscher entstandene natürlich glatte Fläche aus Basaltsäulen, die wie ein gepflasterter Kirchenboden aussieht. Den Kirkjugólf erreicht man nach ca. 600 Metern vom Kreisverkehr an der Tankstelle über die Straße 203.

Kirkjubæjarklaustur liegt inmitten einer von saftig-grünen Gras und Moos bewachsenen Umgebung und ist idealer Startpunkt für Tagesausflüge zur Kraterreihe Laki oder zur Feuerschlucht Eldgjá.

Webseite von Kirkjubæjarklaustur
Café/Restaurant Systrakaffi
Hotel Geirland
Hotel Laki
Icelandair Hotel Klaustur

Ich wünsche allen Besuchern von Zauber des Nordens ein frohes neues Jahr voller Gesundheit, Glück und allem, was das Herz bewegt. Und wer zum Jahreswechsel nicht in Reykjavík sein konnte, der kann sich diesen hier dank der Webcam von Mila.is und dank des Mitschnitts von Olafur Haraldsson noch mal ansehen:

DyrhólaeyDyrhólaey oder auch Kap Dyrhólaey ist vor ca. 80.000 Jahren bei einem submarinen Vulkanausbruch entstanden. Die verbliebene Landschaftsformation hat den Charakter einer Halbinsel und stellt den südlichsten Punkt Islands dar.

Zu erreichen ist Dyrhólaey von der Ringstrasse 1 über die Strasse 218, die im letzten Stück nur als Schotterpiste zur Verfügung steht. Die Strasse endet an einem Parkplatz, von dem aus alle Punkte zu Fuß erreichbar sind. Wer mit dem Auto auf das Kap will, benötigt besonders bei Regen ein allradfähiges Fahrzeug, da Untergrund und Steigung für normale PKW kaum zu schaffen sind. Am Parkplatz können linker Hand Papageitaucher beobachtet werden und man hat einen Blick bis zu den Felszinnen Reynisdrangar bei Vík. Rechter Hand kann man an den schwarzen Basaltsteinstrand spazieren. Aber Vorsicht: Bitte unbedingt auf Ebbe und Flut achten, da die Wellen oft unberechenbar sind.

Auf dem Kap selbst ist ein schmucker Leuchtturm, der 1910 dort errichtet wurde. Vom Kap hat man bei gutem Wetter einen hervorragenden Blick auf den Mýrdalsjökull oder nach Westen einen Blick über die Südküste, die von einem schwarzen Lavasandstrand geprägt ist. Im Kap befindet sich ein Felsentor, welches bei ruhiger See und Ebbe von Schiffen durchfahren werden kann.

Dyrhólaey ist zudem bekannt für seinen Vogelreichtum. Papageitaucher und Brandseeschwalben sind zahlreich vertreten. Brütende Brandseeschwalben führen auch dazu, dass Dyrhólaey in den Sommermonaten für eine gewisse Zeit gesperrt ist. Es empfiehlt sich auch nicht, dieses Verbot zu umgehen, da die brütenden Brandseeschwalben sehr aggressiv sind und auch Menschen attackieren.

Bei unserem Besuch im August 2011 hatten wir nur begrenzt gute Sicht, dafür einen Sturm, in dem man sich getrost fallen lassen konnte. Der Wind bläst dort nicht in Böen, sondern kontinuierlich. Gepaart mit Regen war das ein Erlebnis der besonderen Art.

myrdalssandurAm 09. Juli 2011 verursachten vulkanische Aktivitäten des unter dem Mýrdalsjökull gelegenen Vulkans Katla einen Gletscherlauf über den Fluss Mulakvisl. Dabei wurde die über den Fluss führende Brücke komplett zerstört und die Hauptverkehrsader Islands, die Ringstraße 1, unterbrochen.

Mit einem spektakulären Fährdienst wurden in den Tagen darauf Fahrzeuge und Personen mit Spezialfahrzeugen durch den Fluss auf die jeweils andere Seite gebracht. Dabei kam es zu einem Zwischenfall, als einer der Personenbusse in ein Loch fuhr und sich nicht mehr befreien konnte. In weniger als zwei Wochen bauten die Isländer eine 156 Meter lange provisorische Brücke und stellten damit den Verkehr in der Hauptreisezeit Islands wieder sicher. Dieser Ort war für viele Touristen und auch Einheimische eine -wenn auch nur vorübergehende- Sehenswürdigkeit.

Der Vulkan Katla gilt als einer der gefährlichsten Islands und wird auch als Monster bezeichnet. Er gibt seit geraumer Zeit Grund für Spekulationen zu einem bevorstehenden Ausbruch, der zum Glück bisher ausgeblieben ist.

View on Heimaey from the volcano EldfellVestmannaeyjar oder die Westmänner-Inseln sind eine Inselgruppe im Süden von Island.

Aufmerksamkeit in der ganzen Welt erregte die Inselgruppe in den 60er und 70er Jahren. Starke vulkanische Aktivitäten liessen zum einen eine neue Insel, die Insel Surtsey entstehen, welche für Wissenschaftler ein interessantes Objekt der Forschung ist, da hier sehr schön miterlebt werden kann, wie sich Fauna und Flora auf diesem neuen Stück Erde etablieren.

Zum anderen brach 1973 überraschend der Vulkan Eldfell auf der Insel Heimaey aus und nur einem Zufall war es zu verdanken, dass sich die Bewohner der Insel retten konnten. Auch heute ist dieses für die Bevölkerung traumatische Erlebnis im Ort Heimaey zu spüren. Weite Teile des alten Ortes sind von einem meterhohen Lava- und Aschefeld bedeckt. Mittlerweile ist diese Lava an der Oberfläche erkaltet und Wegweiser auf dem Lavafeld geben Auskunft über verschüttete Straßen und Häuser.

Auf dem Vulkan selbst muss man auch heute, nach fast 40 Jahren, nur wenige Zentimeter tief in die Asche graben und und kommt an immer noch heiße Schichten, teilweise bis zu 180°C heiß. Die Einwohner Heimaeys machen gerne eine kurzen “Spaziergang” auf den Vulkan, graben sich kleine Kuhlen in den Boden und setzen sich in die warme Asche und schauen auf ihre wunderbare Insel oder auf das Meer hinaus.

Die isländische Band Sigur Rós hat am 07. November 2011 ihr neues Projekt INNI veröffentlicht. Keine neuen Songs, sondern Mitschnitte von Live-Konzerten, die auch zu einem Musikfilm in schwarz-weiß verarbeitet wurden.

Für echte Sigur Rós Fans gibt es neben dem mp3 und mov Download auch eine limitierte Spezial-Edition, die neben einer DVD, einer Blu-ray und zwei CDs auch eine Vinyl-Platte, Fotografien und ein Artefakt aus einem Konzert von Sigur Rós enthält.

Zwei mp3s stehen als kostenloser Download auf der Seite von Sigur Rós zur Verfügung. Wie immer, ein Augen- und Ohrenschmaus.

Lazy Town ist ein, von den meisten wahrscheinlich gar nicht bemerkt, isländischer Exportartikel der besonderen Art. Nichts zum Essen, Trinken oder Anziehen, sondern eine isländische Kinderserie, die sich mittlerweile in 103 Ländern größter Beliebtheit erfreut.

In einer fiktiven Welt aus echten Personen und Handpuppen handelt die Serie von der “faulen Stadt”, die aber gar nicht mehr faul ist. Sportakus, einer der Hauptdarsteller, bringt, wie sein Name schon sagt, zusammen mit Stefanie, der Hauptdarstellerin die Stadt ganz schön auf Trab. Das aber wiederum stört Freddie Faulig, der immer wieder versucht, Sportacus loszuwerden, aber letztlich doch immer den Kürzeren zieht.

Ausgedacht hat sich die Serie Magnús Scheving, der mit der Serie Kindern Lust auf Sport und gesunde Ernährung vermitteln will.

Leider unterschätzen immer wieder Touristen, das Islands Natur Gefahren mit sich bringt, die einen das Leben kosten können. So hat sich auch ein schwedischer Tourist aus nicht erklärlichen Gründen alleine in das Gebiet des Sólheimajökull begeben und am Mittwoch Abend einen Notruf abgesendet. Zuerst wurde davon ausgegangen, dass sich der Tourist im Gebiet des Fimmvörduháls aufgehalten hat. Eine großflächige Suchaktion wurde eingeleitet, die auch für die vielen freiwilligen Helfer eine große Gefahr darstellt.

Am Donnerstag Nachmittag wurde dann der Leihwagen des Vermissten unterhalb des Sólheimajökull gefunden und die Suchaktion dort verstärkt. Jedoch ist der Gletscher voller Spalten und bei Regen nass und schwierig zu begehen. Am Samstag dann die traurige Nachricht, dass der erst 25-jährige Tourist tot in einer Gletscherspalte des Sólheimajoküll gefunden wurde. 2007 waren zwei deutsche Touristen am Svínafellsjökll vermisst worden. Diese wurden nach einer groß angelegten Suchaktion nie gefunden.

Diese Nachrichten sollen uns mahnen, dass Island kein Spielplatz ist, sondern dass die Natur respektiert und beachtet werden muss. Auf der Seite Safetravel.is erhalten Sie wichtige Informationen zum sicheren Reisen in Island.

Klara Harden, eine Fotografin und graphische Designerin aus Österreich, hat in 2011 auf einer 25-tägigen Hiking-Tour durch Island phänomenale Bilder gesammelt und lässt uns in einem kurzen, aber emotional sehr packenden Film teilhaben an ihrer Erfahrung.

Für alle Island-Freunde und Begeisterten gibt es eine neue interessante Plattform. Unter Icelandic Cinema Online können Filme aller Art aus Island online angesehen werden. Von Musik-Filmen über Dokumentationen, Kurzfilmen und Spielfilmen ist alles vorhanden. Das Portal wird mehrsprachig (isländisch, englisch, deutsch) angeboten. Die Preise sind moderat und eine bequeme Zahlung per Paypal ist möglich.

Es lohnt sich, immer mal wieder dort vorbei zu schauen, da eine kleine Zahl an Filmen temporär umsonst angeboten werden. Die Plattform ist noch im Beta-Stadium, aber voll funktionsfähig. In einem kleinen und gut gemachten Film werden die Funktionsweise und die Möglichkeiten erklärt:

SeyðisfjörðurWer von Europa mit dem eigenen Auto/Geländewagen oder Wohnmobil nach Island möchte, der muss sich im wesentlichen auf eine Fähre konzentrieren: die Fähre Norröna. Es gibt noch andere Möglichkeiten, z.B. die Verschiffung des PKW über einen Container, aber dazu gebe ich an anderer Stelle mal mehr Informationen.

Die Fähre Norröna verbindet den dänischen Ort Hirtshals mit dem islandischen Ort Seyðisfjörður, der im Osten der Insel zu finden ist. Gemäß Fahrplan 2011 legt die Fähre jeweils Dienstags oder Donnerstags in Seyðisfjörður an und entläßt eine Vielzahl exotischer, geländetauglicher Fahrzeuge aus ihrem Bauch, um wiederum eine Vielzahl von Fahrzeugen aufzunehmen, die den Rückweg nach Europa antreten wollen.

Während dieser Zeit ist in Seyðisfjörður eine Menge los. Jede Menge Verkehr und Aktivität prägt dann das Stadtbild von Seyðisfjörður. Die wenigen Cafés und Restaurants sind gut besucht und auch in den Hotels ist während dieser Zeit nur schwer ein Zimmer zu bekommen.

Außerhalb dieser Zeit ist Seyðisfjörður mit seinen rund 720 Einwohnern eher ein ruhiger und beschaulicher Ort, der bei einem Aufenthalt im Osten des Landes auf jeden Fall besucht werden sollte, auch wenn man nicht mit der Fähre an- oder abreist.Seyðisfjörður

Seyðisfjörður bedeutet übersetzt “Fjord der Feuerstelle” und ist auf dem Landweg über eine Passstraße erreichbar, die über die Hochebene Fjarðarheiði führt und Seyðisfjörður mit der nächstgelegenen Stadt Egilsstaðir verbindet. Das Befahren der Passstraße gleicht oft einem Abenteuer, da die Fjarðarheiði nicht selten von dichten Wolken umgeben ist.

In Seyðisfjörður gibt es ein Elektrizitätsmuseum, da Seyðisfjörður die erste voll elektrifizierte Stadt Islands war. Bei unserem Aufenthalt in 2010 waren die Wetterverhältnisse eher bescheiden, dennoch habe ich unsere Eindrücke in einem kurzen Video zusammengefasst.

Islands Fastfood ist geprägt von Pizza, Hamburgern und Hot Dogs. Letztere bekommt man an fast jeder Tankstelle. Hot Dogs (auf isländisch: pylsur) sind in Island aber in der Regel nicht aus Schweinefleisch, sondern Lammfleisch hergestellt. Eine Hot Dog Bude in Reykjavík hat es zu einer über Island hinausgehenden Bekanntheit gebracht. Bereits Bill Clinton und die Mitglieder der Heavy Metal Band Metallica haben es sich nicht nehmen lassen und dort einen Hot Dog gegessen.

Diese Bude mit dem Namen “Baejarins beztu pylsur” (in deutsch “Die besten Hot Dogs der Stadt”) existiert bereits seit über 70 Jahren. Warum die Hot Dogs dort so besonders gut schmecken, ist Spekulation in vielen Theorien. Fakt ist, dass sich dort in der Regel Schlangen zu jeder Tageszeit bilden und die Isländer aber auch Touristen diese Hot Dogs lieben. Neben gerösteten Zwiebeln kommen in Island auch frische Zwiebeln mit auf den Hot Dog, dazu Senf, Ketchup und eine spezielle Remouladensauce. Wer alles auf seinem Hot Dog haben will, der bestellt “eina með öllu” (“eine mit allem”). Die Bude befindet sich am Hafen von Reykjavík an der Ecke von der Posthusstraeti und Tryggvagata.

Edward Cook hat 2008 eine kurze Dokumentation über die Hot Dog Bude Baejarins beztu pylsur produziert, welche Einblick hinter die Kulissen dieser weit über die Grenzen Islands bekannten Hot Dog Bude gibt.