Samstag , 24. Juni 2017
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Eldgjá – die Feuerschlucht

Im Süden Islands finden sich im Hochland einige von vergangenen Vulkanausbrüchen geprägte Landstriche. Eine davon kann über die F208/F223 erreicht werden. Von der Ringstraße geht zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur die F208 ab, über die man vom Süden ins Landmannalaugar fahren kann. Nach ca. 50 km zweigt dann nach rechts die F223 ab, die bis zur Feuerschlucht, der Eldgjá führt. Heute endet die F223 an einem Fluss, der früher noch gefurtet werden konnte. Am Ende der F223 ist ein großer Parkplatz und ein Toilettenhäuschen.

Der Fluss kann über eine kleine Fußgängerbrücke überquert werden und markierte Wege weisen einem den Weg durch die bis zu 600 Meter breite und bis 150 Meter tiefe Schlucht, in der sich auch der Wasserfall Ófærufoss befindet. Dieser verfügte früher über eine Naturbrücke, die aber Anfang der 90er Jahre eingestürzt ist.

Die Feuerschlucht selbst ist bei einem gewaltigen Vulkanausbruch im Jahre 934 entstanden, dessen Auswirkungen wohl deutlich stärker als die der Lakikrater waren. Die Schlucht ist insgesamt ca. 8 km lang und geprägt von steilen, schlackebedeckten Hängen, die wiederum von Moos bewachsen sind. Noch heute lösen sich große Gesteinsbrocken und poltern die Hänge hinunter. Seit geraumer Zeit werden die heruntergefallenen Steine mit Tafeln versehen, auf denen das Datum des Falls eingraviert ist.

Ein etwas mulmiges Gefühl an Steinen vorbeizukommen, die erst wenige Tage zuvor von den Hängen herunter gekommen sind. Bei unserem Aufenthalt in 2011 waren die Wetterverhältnisse alles andere als gut. Tiefhängende, das Tageslicht verdunkelnde graue Regenwolken gaben der Schlucht eine sehr bedrohliche Wirkung und Video- und Fotoaufnahmen waren eine echte Herausforderung. Dennoch habe ich ein kurzes Video zusammen geschnitten, um unsere Eindrücke zu teilen.

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