Sonntag , 16. Dezember 2018
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Isländische Musik – Teil 13: Steindór Andersen

Im 13. Teil der Reihe „Isländische Musik“ geht es um einen ganz besonderen Künstler, den Poeten und Musiker Steindor Andersen. Seine Musik basiert auf einer speziellen Dichtform, dem Rímur. Der Rímur (zu deutsch: Reim) ist ein episches Gedicht, welches sich reimt, alliteriert und aus zwei bis vier Zeilen pro Strophe besteht. Das früheste Datum, auf das Rímur zurück geführt werden kann, ist das 14. Jahrhundert. Bis heute hat sich diese Art des Reimens gehalten. Beim Vortragen von Rímur wird eine Art Sprechgesang angewendet. Genau diese Kunst des Vortragens wird von Steindór Andersen beherrscht. Kombiniert mit seiner dunklen Stimme zieht einen der Gesang in seinen Bann.

Steindór Andersen wurde 1954 geboren und ist, wenn er nicht als Poet und Musiker unterwegs ist, ein Fischer und Kapitän seines eigenes Schiffes mit dem Namen Iðunn. Auch Sigur Rós wurden vor einigen Jahren auf ihn aufmerksam und es entstand eine gemeinsame EP mit dem Titel „Rímur“. Damit hat diese historische Reim- und Gesangsform ihren Weg in die Moderne gefunden.

Ein mit Sigur Rós produzierter Titel ist durch die DVD „Heima“ besonders bekannt geworden: „Á Ferð Til Breiðafjarðar“. Der darin verwendete Rímur trägt den Titel „Hugann seiða svalli frá“, was auf deutsch so viel wie „jugendliche Kühle des Verstandes“ heißt. Im Video, welches für einen von Sigur Rós initiierten Videowettbewerb produziert wurde, kann „Á Ferð Til Breiðafjarðar“ zu stilisierten Bildern des Films „Heima“ angehört werden.

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