Freitag , 15. Dezember 2017
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Lopapeysa – der Islandpullover

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In Island leben rund eine halbe Millionen Schafe. Das sind weit mehr als Island Einwohner hat. Neben dem Fleisch und nur noch mit geringerer Bedeutung der Milch, welche die Schafe einbringen, spielt Wolle eine große Rolle in der Schafzucht. Bei dem Fell eines Islandschafes wird zwischen dem Ober- und Unterfell unterschieden. Das Oberfell ist dicker, länger und zeigt vor allem wasserabweisende Eigenschaften. Das Unterfell wiederum ist feiner, kürzer und weich. Aus beiden Fellarten wird in einer Mischung die für die Islandpullover verwendete Wolle gesponnen, die Lopi genannt wird. Da die Islandschafe von Natur aus in verschiedenen Fellfärbungen auftreten, ist auch die Wolle in verschiedenen natürlichen Farben erhältlich. Daneben gibt es noch diverse künstliche Farbtöne.

In Island werden die Islandpullover Lopapeysa genannt. Sie zeichnen sich durch eine mehrfarbige und symmetrisch gestrickte Rundpasse um Hals und Schultern aus. In ihrer heutigen Form gibt es sie seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Lopapeysa wird oft mit einem Norwegerpullover verwechselt, der ähnlich aussieht, sich aber durch andere Wolle und Muster vom Islandpullover unterscheidet. Zudem wird er aus mehreren gestrickten Teilen zusammengesetzt, während der Islandpullover an einem Stück gestrickt wird. Eine Zeit lang galt der Islandpullover als Markenzeichen von Befürwortern alternativer oder ökologischer Ideologien, wurde er doch gerne als Naturprodukt von dieser Bevölkerungsgruppe getragen. Aber diese Zeiten sind vorbei. Mittlerweile ist er modefähig geworden und wird in abgewandelter Form vor allem auch von isländischen Modedesignern auf den Markt gebracht. Ein klassischer Islandpullover zeichnet sich durch seine wasserabweisenden Eigenschaften, seine gute Wärmeisolation auch bei Wind und durch einen gewissen Grad der Selbstreinigung aus, da er Fremdgerüche nur schwer annimmt und sich durch das Lüften an der frischen Luft von diesen leicht befreien lässt.

Lopapeysa
Lopapeysa Muster

Als Tourist wird man In Island an diesen Pullovern nicht vorbeikommen. Es gibt keinen Souvenirshop, der nicht ein kleines Sortiment an Islandpullovern führt. Die meisten werden aus Alafoss-Lopi gestrickt. Den Namen hat die Wolle von der Firma, die diese Wolle ursprünglich produziert hat, der Firma Alafoss, die in Mosfellsbær ansässig ist. Diese Firma wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und Anfang der 1990er-Jahre von der Firma Istex übernommen. Fertig gestrickte Islandpullover kann man auch direkt von den Herstellern kaufen. Nennenswert ist dabei die „Handknitting Association of Iceland“. Dabei handelt es sich um eine 1977 gegründete Organisation, welche die von Hunderten Isländern -meist Frauen- handgestrickten Pullover in Island und über einen Webshop vertreibt. In Reykjavík hat die Handknitting Association of Iceland eine Verkaufsstelle in der Skólavörðustígur 19. Das ist die Straße, die geradewegs zur Hallgrímskirkja führt. Neben dieser dezentralen Fertigung von Islandpullovern gibt es noch zentrale Fabriken, zum Beispiel die der isländischen Strickwarenfirma Víkurprjón, welche in Vík í Mýrdal einen Lagerverkauf hat. Dieser ist direkt in dem großen Gebäude neben der N1-Tankstelle zu finden.

Wer in Island keinen Islandpullover gekauft hat und sich die Versandkosten aus Island sparen will, kann auch in Deutschland Islandpullover erwerben. Nennenswert ist hier der Shop von Islandfreund.de, der neben den klassischen Modellen weitere Produkte aus isländischer Wolle anbietet. Ferner gibt es noch allerlei anderes an isländischer Handwerkskunst zu entdecken. Für Leser von ZAUBER DES NORDENS gibt es bei einem Kauf ab 35,- Euro Bestellwert einen Rabatt in Höhe von 5%, dazu einfach den Gutscheincode ZAUBER5 bei Bezahlung angeben. Der Code ist bis zum 31.12.2017 gültig und kann pro Kunde nur einmal verwendet werden.

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