Dienstag , 19. November 2019
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Þrettándinn – Das Ende des isländischen Weihnachtens

Quelle ibvsport.is
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Auch in Island muss Weihnachten irgendwann enden. Und zwar heute, am 6. Januar. Dieser Tag wird als Þrettándinn bezeichnet. Þrettándinn heißt übersetzt „Der Dreizehnte“. Am Þrettándinn kehrt der letzte der 13 Jólasveinar (das sind mehr oder weniger die Weihnachtsmänner Islands) zurück in die dunklen Berge (Dimmuborgir). Obwohl Weihnachten ein christliches Fest ist, werden an Þrettándinn auch das Huldufólk (das verborgende Volk der Elfen) und andere mythologische Kreaturen gefeiert.

In Deutschland ist der 6. Januar auch als „Heilige drei Könige“ bzw. „Dreikönigsfest“ in der katholischen Kirche oder als „Epiphanias“ in der evangelischen Kirche bekannt. Dies ist der Tag der Sternsinger,  die verkleidet als die Heilgen drei Könige singend und für einen guten Zweck sammelnd von Haus zu Haus ziehen und den Spendern die Hauseingänge mit den Initialen der drei Könige segnen. Der 6. Januar ist als das „alte Weihnachten“ bekannt. Durch den Wechsel vom julianischen auf den gregorianischen Kalender verschob sich das Weihnachtsfest auf den festgelegten 25. Dezember. Aber noch heute wird z.B. in der armenischen Kirche am 6. Januar als Weihnachtstag festgehalten.

Aber der Nacht vom 6. Januar werden magische Dinge nachgesagt. In dieser Nacht ist die Grenze zwischen der sichtbaren und der verborgenen Welt geöffnet. So kommt es, dass Elfen geehrt werden, indem vielerorts Elfenkönige und -königinnen gewählt werden. Wenn man in dieser Nacht an einer Kreuzung sitzt, von der aus man vier Kirchen im Blick hat, soll die Chance groß sein, dass man Elfen sehen kann. Allerdings haben die Elfen Geschenke dabei, um einen in ihre Welt zu locken. Nimmt man die Geschenke vor Morgengrauen an, treiben die Elfen einen in den Wahnsinn. Es sei denn, man hat es geschafft, nicht mit ihnen zu sprechen. Dann bleibt man unversehrt und kann die Geschenke behalten. In dieser Nacht wechseln die Elfen ihre Behausungen und viele Isländer halten die ganze Nacht lang das Licht an, um ihnen auf ihrer Reise zu helfen.

Dem 6. Januar werden noch weitere Dinge nachgesagt. Man glaubt daran, dass Kühe sprechen und Seehunde sollen an diesem Tag Menschengestalt annehmen können.

Neben den mystischen Gegebenheiten bleibt es der Tag des Abschieds von Weihnachten. Man isst die letzten Reste der Vortage, die Weihnachtsdekoration verschwindet wieder in den Schränken und die letzten Kerzen brennen ab. Bei Lagerfeuern und Feuerwerk lässt man Weihnachten ausklingen.

 

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